Unter der Bezeichnung "Schlosser" finden Sie unterschiedliche Metalltätigkeiten. Eine Stelle kann den Bau und die Montage von Metallkonstruktionen betreffen, eine andere die Instandhaltung von Maschinen. Entscheidend sind die Aufgaben und der verlangte Abschluss, nicht allein die Überschrift der Anzeige.
Wenn Sie einen früheren Abschluss als Schlosser erworben haben, nennen Sie dessen genaue Bezeichnung. Bei aktuellen Ausbildungswegen lohnt der Blick auf konkrete Berufe wie Metallbauer oder Industriemechaniker. Diese haben unterschiedliche Schwerpunkte und sind nicht pauschal austauschbar.
Metallkonstruktion oder Maschineninstandhaltung?
Im Metallbau können das Anfertigen und Montieren von Bauteilen, das Arbeiten nach Zeichnung oder das Zusammenfügen von Konstruktionen dazugehören. Das BIBB beschreibt für Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik beispielsweise Tätigkeiten an Stahl- und Leichtmetallkonstruktionen. Die reguläre Ausbildung zum Metallbauer dauert 42 Monate. BIBB-Berufsprofil
Bei einer Stelle als Betriebsschlosser kann dagegen die mechanische Betreuung von Produktionsanlagen im Mittelpunkt stehen. Dann sind beispielsweise Erfahrung mit Baugruppen, Störungsursachen und dem Austausch von Verschleißteilen relevant. Das Profil Industriemechaniker hilft, diesen Schwerpunkt einzuordnen.
Welche Kenntnisse sollten Sie konkret nennen?
Beschreiben Sie die Werkstoffe, Bauteile und Arbeitsverfahren, mit denen Sie vertraut sind. Können Sie technische Zeichnungen lesen? Haben Sie eher Einzelstücke gefertigt oder Serienbauteile montiert? Welche Messmittel haben Sie eingesetzt?
Schweißarbeiten können zu einer Stelle gehören, müssen aber nach Verfahren und erforderlichen Nachweisen geklärt werden. Ein allgemein benannter Metallabschluss sagt nicht automatisch, welche Schweißaufgabe Sie übernehmen können. Weitere Hinweise enthält das Profil Schweißer.
Arbeitsort und Belastung vergleichen
Eine Werkstattstelle kann andere Bedingungen haben als Montage beim Kunden. Fragen Sie nach Bauteilgrößen, Hebehilfen, Außenarbeit und Reisezeiten. Auch der Anteil von Arbeiten in engen Bereichen oder ungünstigen Körperhaltungen gehört in eine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung.
Bei der Instandhaltung ist zusätzlich wichtig, wie Arbeiten vorbereitet und freigegeben werden. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt geeignete Qualifikation und Beauftragung für Instandhaltungsarbeiten. Das gilt auch dann, wenn eine Reparatur dringend erscheint. § 10 BetrSichV
Fragen, mit denen Sie ein Angebot prüfen
- Welche Metallarbeiten machen den größten Teil der Stelle aus?
- Welcher Abschluss oder welche gleichwertige Erfahrung wird erwartet?
- Werden Schweißarbeiten verlangt, und welche Nachweise brauche ich?
- Arbeite ich in einer Werkstatt, auf Montage oder in der laufenden Produktion?
- Wer erklärt mir die Anlage und gibt Wartungsarbeiten frei?
Nehmen Sie für Ihre Bewerbung vorhandene Abschlüsse und einschlägige Nachweise zusammen. Im Lebenslauf können Sie frühere Einsätze nach ihren tatsächlichen Aufgaben beschreiben und so unklare Berufsbezeichnungen erläutern.
In der ARWA-Jobsuche können Sie nach Schlosser-Stellen suchen. Prüfen Sie zusätzlich die konkret genannten Metallberufe, wenn deren Tätigkeiten zu Ihrer Qualifikation passen.
