Schweißer verbinden Metallteile nach Zeichnungen und Arbeitsvorgaben. Zur Arbeit gehören auch das Vorbereiten der Werkstücke, das Ausrichten der Teile und die Kontrolle der fertigen Verbindung. Welche Erfahrung Sie benötigen, hängt vom Verfahren, vom Werkstoff und von der Aufgabe ab. Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt diesen Ablauf beispielsweise für Elektroschweißer.
Was Sie im Betrieb übernehmen
Vor dem Schweißen prüfen Sie den Arbeitsauftrag und bereiten die vorgesehenen Teile vor. Sie kontrollieren beispielsweise die Abmessungen und die Lage der Fügestellen. Nach dem Ausrichten werden die Werkstücke nach dem freigegebenen Verfahren verbunden. Anschließend kontrollieren Sie die Naht im Rahmen Ihrer Aufgabe und dokumentieren die ausgeführten Arbeiten.
Eine Sichtprüfung ersetzt nicht jedes weitere Prüfverfahren. Welche Kontrollen erforderlich sind und wer eine Verbindung freigibt, bestimmt der jeweilige Fertigungs- und Prüfablauf. Wer bisher vor allem Serienbauteile geschweißt hat, sollte dies bei einer Bewerbung ebenso konkret angeben wie Erfahrungen mit Rohrleitungen oder Einzelanfertigungen.
WIG, MIG, MAG: Warum die Angaben in der Stellenanzeige wichtig sind
WIG bezeichnet Wolfram-Inertgasschweißen. MIG und MAG gehören zum Metall-Schutzgasschweißen und unterscheiden sich unter anderem durch das verwendete Schutzgas. Lichtbogenhandschweißen ist ein weiteres Verfahren. Eine Stellenausschreibung kann Erfahrung in einem bestimmten Verfahren verlangen; allgemeine Metallkenntnisse allein beantworten diese Anforderung nicht.
Nennen Sie deshalb die Verfahren, mit denen Sie tatsächlich gearbeitet haben. Ergänzen Sie Werkstoffe, Bauteilarten und vorhandene Prüfungsnachweise. Bei einer verlangten Schweißerprüfung müssen Gültigkeit und Geltungsbereich zur Aufgabe passen. Die GSI beschreibt dies am Beispiel der WIG-Schweißerprüfung: Das Prüfstück bestimmt den Geltungsbereich der Prüfbescheinigung.
Arbeitsbedingungen und Schutzmaßnahmen
Je nach Auftrag arbeiten Sie in einer Werkhalle, an größeren Baugruppen oder auf Montage. Stehende Arbeit, wechselnde Körperhaltungen und das Bewegen von Bauteilen können dazugehören. Fragen Sie nach Hilfsmitteln und danach, ob weitere Personen beim Ausrichten oder Transport unterstützen.
Beim Schweißen sind unter anderem Schweißrauche und Strahlung zu berücksichtigen. Die konkrete Absaugung, Abschirmung und Schutzausrüstung müssen zum Arbeitsplatz passen. Die DGUV beschreibt die Erfassung von Schweißrauchen an der Entstehungsstelle. Ein Berufsprofil ersetzt keine Unterweisung am vorgesehenen Arbeitsplatz.
Diese Fragen helfen vor der Bewerbung
- Welche Verfahren und Werkstoffe sind vorgesehen?
- Welche Prüfungsnachweise werden für die konkrete Aufgabe verlangt?
- Arbeiten Sie in der Serienfertigung, im Anlagenbau oder auf Montage?
- Welche Schichten, Reisezeiten und Hilfsmittel sind vorgesehen?
- Wer legt Arbeitsvorgaben fest und wer prüft das Ergebnis?
Beschreiben Sie im Lebenslauf Ihre tatsächlichen Aufgaben und Nachweise. Für eine breitere Tätigkeit mit Montage und Metallbearbeitung lohnt auch das Profil Schlosser.
In der ARWA-Jobsuche können Sie nach Schweißer-Stellen suchen. Vergleichen Sie die Anforderungen der einzelnen Anzeige mit Ihren Verfahren und Nachweisen.
