Industriemechaniker bauen mechanische Baugruppen zusammen, richten technische Systeme ein und halten Maschinen instand. Je nach Arbeitsplatz stehen die Montage neuer Anlagen, die Betreuung laufender Produktion oder die Suche nach Störungsursachen im Vordergrund.

Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf mit regulär dreieinhalbjähriger Ausbildung. Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt unter anderem das Aufbauen von Maschinen und die Wartung und Reparatur technischer Systeme. BA-Berufsprofil Industriemechaniker

Montage und Instandhaltung verlangen unterschiedliche Erfahrung

Bei einer Montageaufgabe arbeiten Sie beispielsweise nach technischen Zeichnungen, fügen Bauteile zusammen und prüfen ihre Passung. Bei der Instandhaltung müssen Sie zunächst verstehen, wie eine Maschine arbeitet und wo eine Störung entstehen kann. Anschließend werden Maßnahmen nach den betrieblichen Vorgaben ausgeführt und dokumentiert.

Nennen Sie deshalb in der Bewerbung Ihren Schwerpunkt. Erfahrung mit der Montage kleiner Baugruppen ist etwas anderes als die Betreuung einer verketteten Fertigungsanlage. Kenntnisse in Pneumatik, Hydraulik oder bestimmten Fertigungsverfahren sollten Sie jeweils konkret beschreiben.

Auch das Lesen technischer Unterlagen und der Umgang mit Messmitteln können für die Stelle wichtig sein. Wenn eine Aufgabe über Ihre bisherige Erfahrung hinausgeht, klären Sie, welche Einarbeitung und fachliche Unterstützung vorgesehen sind.

Verantwortung und sichere Arbeitsabläufe

Eine Produktionsstörung bedeutet nicht, dass ohne Weiteres in die Maschine eingegriffen werden darf. Vor einem Eingriff müssen die Zuständigkeiten und Schutzmaßnahmen klar sein. Die Betriebssicherheitsverordnung verlangt, dass Instandhaltungsarbeiten von fachkundigen, beauftragten und unterwiesenen Beschäftigten oder entsprechend geeigneten Auftragnehmern ausgeführt werden. § 10 BetrSichV

Fragen Sie, wer Arbeiten freigibt und wer die Anlage anschließend wieder in Betrieb nimmt. Elektrische Tätigkeiten sind gesondert nach Qualifikation und Aufgabe zu beurteilen. Der Berufsabschluss allein ist keine pauschale Freigabe für sämtliche Arbeiten an einer Anlage.

Welche Bedingungen sollten Sie kennen?

Eine Werkstattmontage kann planbarere Abläufe haben als die Instandhaltung einer laufenden Produktion. Je nach Stelle können Schichtarbeit, Rufbereitschaft oder Montageeinsätze vorgesehen sein. Lassen Sie sich deren tatsächlichen Umfang erklären.

Auch die Größe und Zugänglichkeit der Anlagen machen einen Unterschied. Fragen Sie nach Hebehilfen, Montagehilfsmitteln und dem Anteil von Arbeiten in ungünstigen Körperhaltungen. Ein allgemein formulierter Hinweis auf handwerkliches Geschick ersetzt diese Angaben nicht.

Fragen für das Bewerbungsgespräch

  • Liegt der Schwerpunkt auf Montage, vorbeugender Wartung oder Störungsbeseitigung?
  • Welche Maschinen und Steuerungsschnittstellen muss ich kennen?
  • Welche Aufgaben übernehme ich selbstständig und welche gemeinsam mit anderen Fachkräften?
  • Wie erfolgen Freigabe, Dokumentation und Übergabe nach einer Arbeit?
  • Welche Schicht- und Reiseanforderungen sind vereinbart?

Bei überwiegend elektrischen und mechanischen Systemaufgaben ist das Profil Mechatroniker ein sinnvoller Vergleich. Die reine Bedienung einer laufenden Maschine wird im Profil Maschinenbediener behandelt.

Über die ARWA-Jobsuche können Sie Industriemechaniker-Stellen suchen. Prüfen Sie den technischen Schwerpunkt, bevor Sie ein Angebot anhand der Berufsbezeichnung allein auswählen.