Eine Beschäftigung in der Zeitarbeit gehört in den Abschnitt "Berufserfahrung". Nennen Sie das Zeitarbeitsunternehmen als Arbeitgeber und beschreiben Sie darunter Ihre Tätigkeit. Wenn Sie in mehreren Betrieben eingesetzt waren, können Sie diese Einsätze innerhalb derselben Beschäftigungsstation aufführen.

Der Grund für diese Darstellung: Bei der Arbeitnehmerüberlassung schließen Sie Ihren Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen. Der Betrieb, in dem Sie arbeiten, ist Ihr Einsatzbetrieb. Diese Unterscheidung erläutert auch die Bundesagentur für Arbeit.

Welche Angaben gehören in die Beschäftigungsstation?

Verwenden Sie den Namen Ihres Arbeitgebers so, wie er in Ihren Unterlagen steht. Ergänzen Sie den Beschäftigungszeitraum mit Monat und Jahr, Ihre Tätigkeit und einige konkrete Aufgaben. Ordnen Sie die Stationen mit der neuesten Beschäftigung zuerst. Das entspricht den allgemeinen Lebenslaufhinweisen der Bundesagentur für Arbeit.

Eine mögliche Reihenfolge lautet:

  1. Beschäftigungszeitraum beim Zeitarbeitsunternehmen.
  2. Tätigkeit, Name des Zeitarbeitsunternehmens und Ort.
  3. Einsatzbereich oder ausgewählte Einsätze.
  4. Aufgaben und Kenntnisse, die zur gewünschten Stelle passen.

Die Bezeichnung "Zeitarbeit" oder "Arbeitnehmerüberlassung" macht die Beschäftigungsform verständlich. Ergänzen Sie Ihre tatsächliche Tätigkeit, beispielsweise "Kommissionierer" oder "kaufmännische Mitarbeiterin". Die Beschäftigungsform allein zeigt noch nicht, welche Arbeit Sie erledigt haben.

Beispiel 1: Ein längerer Einsatz

Das folgende Beispiel ist vollständig fiktiv. Arbeitgebername, Daten und Aufgaben dienen ausschließlich der Veranschaulichung.

04/2025 bis 09/2026 · Kommissionierer
Beispiel-Personaldienstleister A, Leipzig
Beschäftigung in Arbeitnehmerüberlassung; Einsatz in einem Versandlager für Haushaltswaren

  • Aufträge mit Handscanner zusammengestellt und Mengen abgeglichen.
  • Waren für den Versand verpackt und beschriftet.
  • Fehlmengen dokumentiert und an die zuständige Ansprechperson gemeldet.

Hier steht der Arbeitgeber an erster Stelle. Die Beschreibung des Einsatzbetriebs erklärt, in welcher Umgebung die Person gearbeitet hat. Ein Kundenname ist für dieses Beispiel nicht nötig.

Beispiel 2: Mehrere Einsätze bei demselben Arbeitgeber

Auch dieses Beispiel ist vollständig fiktiv. Es beschreibt keine reale Person oder Kundenbeziehung.

02/2024 bis 08/2026 · Kaufmännische Mitarbeiterin
Beispiel-Personaldienstleister B, Dresden
Beschäftigung in Arbeitnehmerüberlassung mit zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen

05/2025 bis 08/2026 · Vertriebsinnendienst bei einem Großhandelsbetrieb

  • Kundenaufträge im Warenwirtschaftssystem erfasst.
  • Liefertermine mit Lager und Vertrieb abgestimmt.
  • Rückfragen zu Bestellungen bearbeitet.

02/2024 bis 04/2025 · Empfang und Büroorganisation bei einem technischen Dienstleister

  • Besucher empfangen und Telefonanfragen weitergeleitet.
  • Termine koordiniert und Besprechungsräume vorbereitet.
  • Eingehende Dokumente den zuständigen Abteilungen zugeordnet.

Die Beschäftigung beim Personaldienstleister ist eine zusammenhängende Station. Die Unterpunkte zeigen, wie sich die Aufgaben während dieser Zeit verändert haben. So erscheinen unterschiedliche Einsätze nicht versehentlich als mehrere Arbeitgeberwechsel.

Bei sehr vielen kurzen Einsätzen können Sie ähnliche Tätigkeiten zusammenfassen und einzelne relevante Einsätze hervorheben. Kennzeichnen Sie eine Auswahl als solche. Wenn Sie tatsächlich bei mehreren Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt waren, führen Sie diese Arbeitgeber getrennt auf.

Wie konkret sollte ich den Einsatzbetrieb nennen?

Oft reicht eine sachliche Beschreibung wie "Lebensmittelproduktion", "Versandlager" oder "Büro eines technischen Dienstleisters". Das macht Ihre Erfahrung nachvollziehbar, ohne einen Kundennamen zu nennen.

Wenn Sie einen Einsatzbetrieb namentlich nennen möchten, klären Sie zuvor, ob vertragliche oder betriebliche Vertraulichkeitsvorgaben entgegenstehen. Übernehmen Sie keine internen Kundendaten, Produktionszahlen oder vertraulichen Projektdetails in Ihren Lebenslauf. Eine neutrale Branchenbeschreibung ist eine praktikable Alternative.

Welche Aufgaben helfen bei der Bewerbung?

Wählen Sie die Tätigkeiten aus, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Für eine Lagerstelle können Erfahrungen mit Scannern, Wareneingang oder Verpackung hilfreich sein. Für eine Bürotätigkeit sind etwa Auftragsbearbeitung, Terminorganisation und tatsächlich beherrschte Programme aussagekräftig.

Schreiben Sie möglichst genau, was Sie selbst gemacht haben. "Kundenbestellungen im Warenwirtschaftssystem erfasst" vermittelt mehr als "vielseitig einsetzbar". Nennen Sie Maschinen, Verfahren oder Software nur, wenn Sie damit tatsächlich gearbeitet haben. Ein Qualifikationsnachweis und praktische Erfahrung sind unterschiedliche Angaben und sollten im Lebenslauf auch so erscheinen.

Zahlen können eine Tätigkeit erläutern, wenn sie stimmen und genannt werden dürfen. Sie brauchen aber keine erfundenen Leistungswerte, damit eine Aufgabe verständlich wird. Auch eine kurze, sachliche Beschreibung ist aussagekräftig. Weitere Beispiele dafür, wie Sie eigene Erfahrungen beschreiben, finden Sie unter Fünf Fähigkeiten im Beruf.

Was gilt zwischen zwei Einsätzen oder bei einer Übernahme?

Prüfen Sie zunächst Ihre Beschäftigungsunterlagen. Wenn Ihr Arbeitsverhältnis beim Zeitarbeitsunternehmen zwischen zwei Einsätzen fortbestand, bleibt dieser Beschäftigungszeitraum im Lebenslauf durchgehend. Die Einsatzdaten können Sie darunter gesondert nennen. Ein Zeitraum ohne Einsatz ist dann nicht automatisch eine Lücke im Arbeitsverhältnis.

Wenn Sie anschließend einen Arbeitsvertrag direkt mit dem bisherigen Einsatzbetrieb abgeschlossen haben, beginnt mit diesem Arbeitgeber eine neue Station. Die beiden Zeiträume sollten klar voneinander getrennt sein. Eine frühere Tätigkeit im selben Betrieb können Sie im Text als Einsatz über das Zeitarbeitsunternehmen erläutern.

Tatsächliche Unterbrechungen stellen Sie mit zutreffenden Zeitangaben dar. Verlängern Sie keine Beschäftigungsdauer, um eine Lücke zu verdecken. Für die Beschreibung genügt eine sachliche Angabe, die zu Ihrer Situation passt.

Checkliste vor dem Versand

  • Stimmen die Beschäftigungsdaten mit Ihren Unterlagen überein?
  • Sind Arbeitgeber und Einsatzbetrieb eindeutig zu unterscheiden?
  • Beschreiben die Stichpunkte Ihre tatsächlichen Aufgaben?
  • Haben Sie die für die neue Stelle wichtigen Kenntnisse ausgewählt?
  • Sind Beispiele und Leistungsangaben korrekt und frei von vertraulichen Informationen?
  • Haben Sie den Lebenslauf als gut lesbare Datei gespeichert und einen eindeutigen Dateinamen vergeben?

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