Ein neuer Job bringt Fragen mit sich, die sich vor dem ersten Arbeitstag klären lassen. In der Zeitarbeit gehören dazu die Absprachen mit Ihrem Arbeitgeber und die Informationen über den Einsatzbetrieb. Halten Sie fest, wer Ihnen welche Frage beantworten kann. So müssen Sie am ersten Morgen nicht gleichzeitig den Eingang, die zuständige Person und die passende Ausrüstung suchen.

Vor dem Start: Was ist vereinbart?

Wenn Sie aus einer anderen Stelle wechseln, notieren Sie zunächst, was Sie sich vom neuen Job wünschen: andere Aufgaben, einen kürzeren Arbeitsweg oder besser passende Arbeitszeiten. Vergleichen Sie diese Punkte mit dem konkreten Angebot. Im Bewerbungsgespräch lässt sich ein Wechsel mit dem gewünschten nächsten Schritt erklären, ohne frühere Kollegen abzuwerten.

Prüfen Sie vor Einsatzbeginn die Informationen zu Tätigkeit, Ort und Arbeitszeit. Bei Unklarheiten fragen Sie die Disposition. Eine allgemeine Unternehmensadresse ist möglicherweise nicht der Eingang, an dem Sie erwartet werden.

Klärung Ihre Notiz
Wo melde ich mich? Standort, Eingang oder Treffpunkt
Wann werde ich erwartet? Datum und genaue Uhrzeit
Wer empfängt mich? Name und erreichbarer Kontakt
Was bringe ich mit? Tatsächlich angeforderte Unterlagen und vereinbarte Ausrüstung
Wie melde ich eine Verspätung? Zuständige Person und Meldeweg
Wie werden Zeiten erfasst? System, Nachweis und Ansprechpartner

Planen Sie die Anfahrt für die tatsächliche Schichtzeit. Wenn die Verbindung nicht funktioniert, klären Sie das vorher. Übermitteln Sie persönliche Unterlagen nur über den dafür vorgesehenen Weg.

Am Arbeitsplatz: Erst verstehen, dann beginnen

Lassen Sie sich die Aufgabe, den Arbeitsplatz und die Sicherheitsregeln erklären. Eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung gehört zur Vorbereitung im Einsatzbetrieb. Sie ist nicht durch den Hinweis ersetzt, dass Sie bereits anderswo in derselben Branche gearbeitet haben. Die VBG unterscheidet die Unterweisungsaufgaben des Zeitarbeitsunternehmens und des Einsatzbetriebs. VBG: Unterweisung in der Zeitarbeit

Fragen Sie nach, wenn eine Erklärung unverständlich bleibt. Benennen Sie, welchen Schritt Sie noch nicht sicher ausführen können. Fehlen erforderliche Schutzmaßnahmen oder eine notwendige Befähigung, muss das vor Aufnahme der betreffenden Tätigkeit geklärt werden. Übernehmen Sie keine unbekannte Fachaufgabe allein deshalb, weil jemand gerade unter Zeitdruck steht.

In den ersten Tagen Rückmeldung einholen

Vereinbaren Sie einen kurzen Austausch nach den ersten Arbeitstagen. Hilfreiche Fragen sind: Welche Aufgaben laufen bereits wie erwartet? Wo brauchen Sie noch Anleitung? Haben sich Tätigkeit oder Arbeitszeiten anders dargestellt als besprochen?

Ein fiktives Gesprächsbeispiel: „Die Auftragserfassung kann ich inzwischen selbstständig bearbeiten. Bei fehlerhaften Lieferadressen weiß ich noch nicht, welche Freigabe nötig ist. Können Sie mir dafür den Ablauf zeigen?“ Das ist konkreter als die allgemeine Frage, ob alles in Ordnung sei.

Wenn ein Problem den Arbeitsvertrag oder die vereinbarte Tätigkeit betrifft, beziehen Sie Ihren Arbeitgeber ein. Fragen zur täglichen Ausführung klären Sie zusätzlich vor Ort. Diese Zuständigkeiten erklärt der Beitrag So funktioniert Zeitarbeit.

Den eigenen Start festhalten

Notieren Sie neue Aufgaben und Kenntnisse, ohne vertrauliche Betriebsdaten mitzunehmen. Das hilft beim nächsten Rückmeldegespräch und später bei der Bewerbung. Wie Sie solche Erfahrungen darstellen, zeigt Zeitarbeit im Lebenslauf.


Wer welche Sicherheitsfragen vor dem Einsatz klärt, erläutert der Ratgeber Unterweisungen in der Zeitarbeit.