Kommissionierer stellen die Waren für einen Auftrag zusammen. Dabei müssen Artikel, Menge und gegebenenfalls weitere Merkmale wie die richtige Charge übereinstimmen. Die Aufgabe endet je nach Betrieb mit der Übergabe an den Versand oder umfasst auch das Verpacken.
Wie ein Auftrag bearbeitet wird
Zuerst erhalten Sie die Angaben zu den benötigten Artikeln. Diese können beispielsweise auf einer Liste oder auf einem mobilen Gerät erscheinen. Sie suchen den vorgesehenen Lagerplatz, gleichen den Artikel ab und entnehmen die verlangte Menge. Die Entnahme wird anschließend nach dem betrieblichen Verfahren bestätigt.
Fehlt ein Artikel oder stimmt der Lagerbestand nicht, muss die Abweichung nachvollziehbar gemeldet werden. Ein ähnlicher Artikel ist nicht automatisch ein passender Ersatz. Ebenso ist ein beschädigtes Produkt nicht ohne Klärung für den Versand freigegeben.
Kommissionierung ist ein Teil der Lagerarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt das Ermitteln von Lagerplätzen und Bestellmengen sowie die Dokumentation im Zusammenhang mit Lager- und Transporttätigkeiten.
Welche Vorkenntnisse helfen?
Sorgfalt beim Lesen von Artikelnummern und beim Zählen ist wichtig. Wenn Sie schon mit einem Handscanner gearbeitet haben, nennen Sie in der Bewerbung das Gerät oder System und die ausgeführten Arbeitsschritte. Eine neue Benutzeroberfläche und neue Lagerregeln brauchen trotzdem Einarbeitung.
Die Anforderungen unterscheiden sich nach Warengruppe. Kleine Elektronikartikel, schwere Getränkekisten und empfindliche Lebensmittel stellen jeweils andere Anforderungen. Fragen Sie deshalb nach der konkreten Ware und danach, welche Kenntnisse Sie bereits mitbringen müssen.
Für manche Stellen ist ein Einstieg nach Einarbeitung möglich. Andere verlangen einschlägige Erfahrung oder zusätzliche Nachweise. Wenn Flurförderzeuge vorgesehen sind, muss vorab geklärt werden, welche Qualifikation und Beauftragung für genau diese Geräte erforderlich ist. Hinweise zum Fahren von Staplern finden Sie im Profil Gabelstaplerfahrer.
Arbeitsbedingungen und Qualität
Kommissionierung kann längere Wege, wiederkehrendes Greifen oder das Bewegen von Waren umfassen. Andere Arbeitsplätze führen die Ware an eine feste Station. Lassen Sie sich erklären, welches System der Betrieb verwendet und welche Hilfsmittel bereitstehen.
Fragen Sie auch, wie Leistung und Qualität bewertet werden. Eine Stückzahl allein erklärt weder die Schwierigkeit eines Auftrags noch den Umgang mit Abweichungen. Wichtig ist, dass Sie die Arbeitsvorgaben, vorgesehenen Pausen und Meldewege kennen.
Vor der Nutzung von Arbeitsmitteln ist eine auf die Tätigkeit bezogene Unterweisung erforderlich. Neue Beschäftigte müssen die vorgesehenen Verhaltensweisen auch bei Störungen kennenlernen. § 12 BetrSichV
Gute Fragen im Vorstellungsgespräch
- Welche Waren und Auftragsgrößen bearbeite ich?
- Arbeite ich mit Listen, Scanner oder einem anderen System?
- Wie melde ich Fehlbestände und beschädigte Ware?
- Welche Geräte, Schichten und körperlichen Anforderungen gehören zur Stelle?
- Wie lange und durch wen werde ich eingearbeitet?
Der Interviewratgeber für Kommissionierer hilft Ihnen, Ihre bisherigen Erfahrungen anhand konkreter Situationen zu beschreiben. Für verwandte Aufgaben lesen Sie das Profil Lagerhelfer.
Unter Kommissionierer-Stellen bei ARWA können Sie aktuelle Angebote prüfen. Achten Sie dabei besonders auf Warengruppe, Arbeitszeiten und die verlangten Kenntnisse.
