Auslieferungsfahrer bringen Waren zu Kunden oder Betriebsstandorten. Die Arbeit umfasst oft mehr als das Fahren: Waren übernehmen, die Beladung prüfen, Übergaben dokumentieren und mit der Disposition abstimmen können dazugehören. Der genaue Umfang hängt von Fahrzeug, Transportgut und Tour ab.
Eine Paketroute, die Belieferung von Geschäften und der Transport größerer Waren unterscheiden sich im Alltag. Fragen Sie deshalb nach dem konkreten Auftrag, statt allein von der Bezeichnung "Fahrer" auszugehen.
Wie ein Arbeitstag aussehen kann
Vor der Tour erhalten Sie die vorgesehenen Aufträge und klären, welche Sendungen mitgeführt werden. Je nach Betrieb laden Sie selbst oder übernehmen ein bereits beladenes Fahrzeug. Dabei müssen Zuordnung, Zustand und sichere Unterbringung der Ladung geklärt sein.
Unterwegs werden Lieferungen an den vorgesehenen Empfänger übergeben und nach dem betrieblichen Verfahren bestätigt. Ist niemand erreichbar oder stimmt eine Sendung nicht, brauchen Sie einen klaren Meldeweg. Eine beschädigte Ware oder eine abweichende Lieferadresse sollte nicht eigenmächtig anders behandelt werden.
Nach der Tour können Rücknahmen, Unterlagen und das Melden von Fahrzeugmängeln dazugehören. Fragen Sie, welche Vor- und Nachbereitung Teil der Arbeitszeit und der Aufgabe ist.
Welche Fahrerlaubnis und Nachweise sind nötig?
Die erforderliche Fahrerlaubnis richtet sich nach dem Fahrzeug und gegebenenfalls der Kombination mit einem Anhänger. Eine Pkw-Fahrerlaubnis deckt nicht jede Auslieferungsaufgabe ab. Die Übersicht des Bundesverkehrsministeriums erläutert die Klassen.
Lassen Sie vor der Zusage prüfen, ob Ihre Fahrerlaubnis zum vorgesehenen Fahrzeug passt und welche weiteren Nachweise für den konkreten Einsatz erforderlich sind. Dazu können je nach Fahrt besondere Anforderungen kommen. Dieser Überblick ersetzt keine Prüfung des einzelnen Fahrzeugs oder Transportauftrags.
Beladen und Sichern sind wichtige Teile der Arbeit
Die Straßenverkehrsordnung verlangt, Ladung so zu verstauen und zu sichern, dass sie auch bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt, herabfällt oder vermeidbaren Lärm erzeugt. § 22 StVO
Fragen Sie nach der Einweisung in Ladungssicherung und vorhandene Hilfsmittel. Bei schweren oder unhandlichen Waren sind Gewicht, Wege und Unterstützung beim Ausladen besonders wichtig. Ein Lieferauftrag kann Treppen, längere Tragewege oder schwierige Zufahrten umfassen; solche Bedingungen sollten vorher bekannt sein.
Touren und Arbeitszeiten realistisch prüfen
Erkundigen Sie sich nach Startort, Tourengebiet und geplantem Arbeitsende. Auch Rückfahrt, Rücknahmen und Fahrzeugübergabe gehören in die Beschreibung. Früh-, Wochenend- oder wechselnde Einsätze sind nicht automatisch mit Ihrer Verfügbarkeit vereinbar.
Für die Bewerbung sind diese Fragen hilfreich:
- Welches Fahrzeug und welche Waren sind vorgesehen?
- Lade und entlade ich selbst, und welche Hilfsmittel stehen bereit?
- Wie erhalte ich Touren und wie melde ich Verzögerungen?
- Welche Qualifikationen und Unterweisungen sind erforderlich?
- Wie werden Vorbereitungs-, Fahr- und Nachbereitungszeiten erfasst?
Wenn Sie eher im stationären Warenumschlag arbeiten möchten, vergleichen Sie das Profil Lagerhelfer. Hinweise zum Prüfen eines Angebots finden Sie im Ratgeber zur Vergütung.
In der ARWA-Jobsuche können Sie nach Auslieferungsfahrer-Stellen suchen und Fahrzeuganforderungen, Touren und Arbeitszeiten vergleichen.
