Eine Social-Media-Kampagne braucht eine konkrete Aufgabe. Möchten Sie Bewerbungen für eine bestimmte Stelle erreichen oder zunächst Fragen zur Arbeit in Ihrer Niederlassung beantworten? Beide Ziele können sinnvoll sein. Sie brauchen aber unterschiedliche Inhalte und eine passende Auswertung.

Mit einer Stelle und einer Zielgruppe beginnen

Beschreiben Sie, wen Sie für welche Tätigkeit erreichen möchten. Arbeitsort, Schicht, erforderliche Qualifikation und Einstiegsmöglichkeiten sind dafür wichtiger als eine allgemeine Aussage wie „Wir suchen motivierte Menschen“.

Wählen Sie einen Kanal anhand vorhandener Erfahrungen und eines überschaubaren Tests. Pauschale Annahmen über Alter oder Beruf der Nutzer ersetzen keine Auswertung. Nutzen Sie keine diskriminierenden Ausschlusskriterien für eine Stellenwerbung. Die Ausschreibung muss die Anforderungen des AGG beachten. § 11 AGG

Eine hilfreiche Anzeige entwickeln

Ein fiktives Beispiel: Für ein Lager wird Unterstützung in einer festen Frühschicht gesucht. Die Anzeige erklärt die Aufgaben, nennt den Arbeitsort und sagt, welche Kenntnisse erforderlich sind. Falls eine Einarbeitung möglich ist, wird genau beschrieben, worauf sie sich bezieht.

Verwenden Sie ein Motiv, das zur tatsächlichen Arbeit passt. Bei Bildern von Beschäftigten, Arbeitsplätzen oder Kunden müssen die erforderlichen Rechte und Freigaben geklärt sein. Ein schönes Bild ersetzt keine verständlichen Angaben zur Stelle.

Geben Sie dem Beitrag eine eindeutige nächste Handlung: die konkrete Stelle ansehen oder eine Frage zum Angebot stellen. Eine allgemeine Startseite ist dafür oft zu umständlich.

Den Weg nach dem Klick prüfen

Die Zielseite sollte die Angaben der Anzeige wieder aufgreifen. Wenn dort ein anderer Arbeitsort oder eine andere Schicht erscheint, entsteht unnötiger Klärungsbedarf. Testen Sie den Weg vom Beitrag bis zum Formular selbst auf dem Smartphone.

Fragen zu persönlichen Bewerbungsdaten gehören nicht in öffentliche Kommentare. Bieten Sie dafür einen geeigneten Kontaktweg an. Legen Sie intern fest, wer Rückfragen beantwortet und wann eine inhaltliche Antwort zu erwarten ist. Wer eine Kampagne startet, muss auch die eingehenden Kontakte betreuen können.

Ergebnisse nach dem tatsächlichen Ziel beurteilen

Reichweite bezeichnet je nach Plattform die erreichten Personen oder Konten. Impressionen zählen die Ausspielungen; dieselbe Person kann dabei mehrfach erfasst werden. Ein Klick zeigt zunächst nur Interesse. Für eine Stellenkampagne sollten Sie zusätzlich betrachten, wie viele Bewerbungen eingehen und wie viele davon zum konkreten Bedarf passen.

Dokumentieren Sie Kosten, Zeitraum, beworbene Stelle und Zielseite. Vergleichen Sie möglichst ähnliche Ausgangslagen. Eine kleine Zahl von Bewerbungen kann noch keine verlässliche Aussage über einen ganzen Kanal tragen. Prüfen Sie auch die Qualität der Rückmeldungen, bevor Sie mehr Budget einsetzen.

Den nächsten Test begrenzen

Ändern Sie gezielt einen relevanten Punkt, etwa die Erklärung der Aufgaben oder die Zielseite. Halten Sie fest, welche Frage der Test beantworten soll. So entsteht nachvollziehbares Wissen statt einer Folge beliebiger Posts.

Der gesamte Ablauf vom Kontakt bis zum Start ist im Ratgeber Personalgewinnung beschrieben. Zur fachlichen Vertiefung können Sie die aktuellen Inhalte des Akademie-Angebots Social Media prüfen. Die Umsetzung für Ihre Stellen bleibt eine eigene Aufgabe des Teams. Neben sozialen Netzwerken können Sie dieselbe Anzeige auch bei HeroJob schalten, einer Jobbörse für Handwerk, Pflege und Logistik.