Unter "Elektriker" werden in Stellenanzeigen unterschiedliche elektrotechnische Tätigkeiten angeboten. Eine Stelle kann die Betreuung industrieller Anlagen betreffen, eine andere die Installation in Gebäuden. Schauen Sie deshalb genau auf den Aufgabenbereich und den verlangten Abschluss.
Eine konkrete heutige Berufsbezeichnung ist beispielsweise Elektroniker für Betriebstechnik. Das BIBB nennt für diesen anerkannten Ausbildungsberuf eine reguläre Ausbildungsdauer von 42 Monaten und beschreibt unter anderem Arbeiten an Betriebs-, Schalt- und Steueranlagen. BIBB-Berufsprofil
Welche Tätigkeiten können zur Stelle gehören?
Im industriellen Umfeld kann es um das Montieren elektrischer Komponenten, die Arbeit nach Schaltplänen oder die Suche nach Störungen gehen. Bei einer Instandhaltungsstelle stehen andere Aufgaben im Vordergrund als bei der wiederholten Montage gleicher Baugruppen.
Fragen Sie, ob Sie Anlagen prüfen, selbstständig Fehler eingrenzen oder vorgegebene Arbeiten ausführen sollen. Auch die verwendete Steuerungs- und Antriebstechnik ist wichtig. Erfahrung mit einer bestimmten Anlage lässt sich nicht ohne Weiteres auf jedes andere System übertragen.
Ausbildung und Einsatzbefähigung gehören zusammen
Nennen Sie in Ihrer Bewerbung Ihren tatsächlichen Berufsabschluss und Ihre einschlägige Praxis. "Elektriker" allein ist für die Zuordnung häufig zu ungenau. Hilfreich sind Angaben zu Schaltplänen, Messgeräten, Steuerungen und Anlagentypen, mit denen Sie gearbeitet haben.
Welche Arbeiten Sie verantwortlich ausführen können, hängt vom fachlichen Können und vom konkreten Aufgabenbereich ab. Die DGUV unterscheidet Elektrofachkräfte von elektrotechnisch unterwiesenen Personen; Letztere dürfen nicht eigenverantwortlich beliebige elektrotechnische Arbeiten übernehmen. DGUV: Im Bereich Elektrotechnik tätige Personen
Eine kurze Einweisung ersetzt daher nicht die erforderliche Fachqualifikation. Wenn eine Stelle als Elektrohelfer ausgeschrieben ist, sollte auch die Aufgabenbeschreibung diese Rolle widerspiegeln.
Arbeitsbedingungen vorher klären
Ein Arbeitsplatz in einer Produktionshalle kann Schichtbetrieb und zeitkritische Störungen umfassen. Eine Montageaufgabe kann wechselnde Arbeitsorte oder Reisezeiten mit sich bringen. Fragen Sie, ob Rufbereitschaft, Wochenendarbeit oder Arbeiten in besonderen Umgebungen vorgesehen sind.
Klären Sie außerdem, wer die fachliche Verantwortung trägt und welche Arbeitsfreigaben erforderlich sind. Dieser Artikel ist keine Anleitung für Arbeiten an elektrischen Anlagen. Vor Ort gelten die für den Arbeitsplatz festgelegten Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten.
Fragen, die eine Stellenanzeige konkret machen
- Welche Anlagen und Systeme soll ich betreuen?
- Wird eigenständige Fehlersuche oder überwiegend Montage nach Vorgabe erwartet?
- Welche Qualifikationen und Nachweise sind für genau diese Aufgabe erforderlich?
- Wer übernimmt die fachliche Leitung und wie erfolgt die Einarbeitung?
- Welche Schichten, Bereitschaften und Einsatzorte sind vereinbart?
Wenn mechanische und elektrische Aufgaben zusammenkommen, vergleichen Sie das Profil Mechatroniker. Hinweise zum Vergleich eines Angebots finden Sie im Ratgeber zur Vergütung.
Über die ARWA-Jobsuche können Sie passende Elektrostellen suchen. Gleichen Sie dabei die konkrete Stellenbeschreibung mit Ihrem Abschluss und Ihrer bisherigen Praxis ab.
